Pädagogisches Konzept

Grundidee:

  • Den Rahmen der pädagogischen Arbeit legt die Vorgabe des bayerischen Kultusministeriums für die Offene Ganztagsschule fest.
    Diese stützt sich auf die drei Eckpunkte gemeinsames Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung und sinnvolle Freizeitgestaltung.
  • Die Basis für die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen bildet die verlässliche und authentische Beziehung zwischen Mitarbeitern und den Schülerinnen und Schülern, die von Wertschätzung und Akzeptanz geprägt ist.
    Durch das Handeln der pädagogischen Fachkräfte sollen Bedingungen geschaffen werden, welche die Persönlichkeitsentwicklung und das schulische Vorankommen der Kinder und Jugendlichen bestmöglich unterstützen.
    Die Kinder und Jugendlichen sollen sozial anerkannte Verhaltensweisen entwickeln und werden dabei durch die Fachkräfte konsequent und fair begleitet.
    Die Gleichbehandlung aller hat hohe Priorität.
    Die SuS sollen ihre sozialen Kompetenzen erweitern, sowie sich lebens- und alltagspraktische Fähigkeiten aneignen.
  • Durch das Miteinander in der Gemeinschaft mit Gleichaltrigen soll die Vermittlung von Werten wie Toleranz, Respekt, Einfühlungsvermögen und Aufrichtigkeit gefördert werden.
    Durch das Aufgreifen ihrer Interessen, Wünsche und Bedürfnisse erfahren die Kinder und Jugendlichen Wertschätzung ihrer Persönlichkeit.
  • Ein vorhersehbarer Tagesablauf, feste Regeln und konsequentes Erzieherverhalten ermöglichen die Entwicklung von Vertrauen und Sicherheit.
  • Um den Anspruch einer hohen pädagogischen Qualität zu sichern sind die Mitarbeiter angehalten, ihr Handeln kontinuierlich zu reflektieren und neuen Anforderungen anzupassen. Regelmäßige Teamgespräche, Fort- und Weiterbildungen sollen eine stetige Weiterentwicklung gewährleisten.

Zusammenarbeit aller Beteiligten:

  • Die Lehrkräfte und das Team der OGTS tauschen sich regelmäßig über aktuelle Belange der Schülerinnen und Schüler aus. Die unterrichtsbegleitenden Differenzierungsstunden mit einzelnen Schülern durch die Mitarbeiter der OGTS  und die Unterstützung der Lehrkräfte während des Unterrichtes ist ein wesentlicher Bestandteil der pädagogischen Arbeit und sichert das schulische Vorankommen der Schülerinnen und Schüler des sonderpädagogischen Förderzentrums.
  • Ein weiterer wichtiger Punkt in der gemeinsamen Erziehung ist die enge Zusammenarbeit mit den Eltern. Die Fachkräfte der OGTS sind zuverlässige Ansprechpartner für den Informationsaustausch mit den Erziehungsberechtigten. Neben kurzen Gesprächen in der Abholsituation besteht für Eltern auch die Möglichkeit für Gespräche nach Terminvereinbarung mit den Betreuungskräften bzw. der pädagogischen Leitung der OGTS.
    Im Alltag erfolgen die wichtigen Infos über Elternbriefe, Telefonate, und ggf. Emails.           
    Die OGTS bietet den Eltern über den Elternbeirat die Möglichkeit sich aktiv einzubringen. Aktive Teilhabe und Anregungen sind hier immer erwünscht.
  • Eine Logopädin ermöglicht rezeptpflichtige Behandlungen in der Schule während der Betreuungszeit.
  • Die Schulsozialarbeiterin der Heinrich-Sinz-Schule kann von den Schülerinnen und Schülern, ebenso wie von Eltern für Beratungs- und Unterstützungsangebote in Anspruch genommen werden.

Aufnahme:

Die Neuaufnahme in die OGTS wird von den Eltern beantragt. Der Betreuungsvertrag wird für jeweils 1 Jahr verbindlich abgeschlossen.  Die regelmäßige Teilnahme ist dann für die angemeldeten Schülerinnen und Schüler verpflichtend (Stichwort: Schulpflicht).
Die Anmeldung und Aufnahme für das folgende Schuljahr erfolgt im Mai/Juni des vorhergehenden Schuljahres.
Falls die Nachfrage die Aufnahmekapazität übersteigt, wird eine Warteliste angelegt. Formulare für die Vormerkung erhalten die Erziehungsberechtigen im Sekretariat der Schule.
Der Besuch der OGTS ist grundsätzlich beitragsfrei. Für das Mittagessen entstehen Kosten von derzeit 4,60 € pro Teilnahmetag. Gebucht werden können zwischen 2 und 5 Nachmittage pro Schüler.

Bei einem Anspruch auf Bildungs- und Teilhabeleistungen können auf Antrag die Kosten des Mittagessens vom Jobcenter übernommen werden.

Betreuungszeit in der OGTS:

Während aller Schultage von Montag bis Freitag von 12. 15 Uhr – 15.40 Uhr (bzw. bis zur Abfahrt der Busse).
Für die Betreuung am Freitag entstehen den Eltern außer dem Mittagessen keine zusätzlichen Kosten.
In den Schulferien findet keine Betreuung statt.

Tagesablauf:

Von 07:15 Uhr bis Unterrichtbeginn gibt es für die „Frühkommer“ und die Kinder die ohne Frühstück aus dem Haus gehen die Möglichkeit, in den Räumen der OGTS zu frühstücken. Dieses Frühstück wird über Spenden finanziert und ist für die Teilnehmer kostenfrei.
Um 08:10 Uhr beginnt der Unterricht.
Nach der letzten Unterrichtsstunde kommen die Kinder um 12.15 Uhr in die OGTS.
Die Räumlichkeiten befinden sich im gleichen Gebäude wie die Klassenzimmer.
Nach der Begrüßung folgt der erste Austausch über die aktuellen Themen des Tages während des gemeinsamen Mittagessens. Ein Caterer liefert täglich eine frische, ausgewogene warme Mahlzeit, bestehend aus Hauptgericht mit Salat sowie einem Nachtisch.

Im Anschluss an das Mittagessen haben die Kinder und Jugendlichen freie Zeit bis zum Beginn der Hausaufgaben.
Diese werden ab 13:30 Uhr in Kleingruppen mit bedarfsgerechter Unterstützung durch die Fachkräfte erledigt.
Zwischen den Hausaufgaben und dem Ende der Betreuungszeit um 15.40 Uhr können die SuS den Nachmittag nach ihren Neigungen und Bedürfnissen gestalten. Regelmäßig angeleitete Angebote ergänzen die Freispielphasen.
Für die Gestaltung des Freispiels stehen ein großes Außengelände, mehrere Spiel- und Sportgeräte, darunter ein Bodentrampolin und eine Vielzahl von Spielmaterialien zur Verfügung.

Am Freitag findet keine Hausaufgabenbetreuung statt. Dieser Nachmittag wird für umfangreichere Angebote und Projekte genutzt.

Räumlichkeiten:

Die OGTS umfasst sechs Gruppenräume, in denen jeweils 16 Kinder und Jugendliche betreut werden. Die Gruppengröße von maximal 16 SuS und ein angemessener Personalschlüssel ermöglichen eine gezielte Förderung des Einzelnen. Am Nachmittag können alle Bereiche der Schule genutzt werden.
Dazu zählen: zwei Turnhallen, Werkräume, die Klassenzimmer, ein Musikraum, eine Bücherei, die Computerräume, sowie eine große Außenanlage mit Klettergerüsten, Bolz- und Hartplatz.

„Ich unterrichte meine Schüler nie, ich versuche nur Bedingungen zu schaffen, unter denen sie lernen können.“

Albert Einstein